Verbraucherzentrale Sachen: „Wir machen Kritiker nicht mundtot“



Die Verbraucherzentrale Sachsen e. V. zeigt Zähne.
Nachdem der mutige junge deutsche Verein Verbraucherzentralen-kritik e. V. auf seiner Web-Seite seine Meinung über die Beratungsqualität einzelner Verbraucherzentralen geäußert hat, ist den Beratern in Sachsen die Hutschnur geplatzt. Mit einer Abmahnung und Unterlassungsandrohung wollten sie den Verein dazu zwingen, sein Recht auf freie Meinungsäußerung an der Garderobe abzugeben.

Das jedenfalls meint der Sprecher des neu gegründeten Vereines Verbraucherzentralen-kritik.ch. „Nachdem mehrere deutsche Verbraucherzentralen – unter anderem die Verbraucherzentrale Düsseldorf, die Verbraucherzentrale Sachsen und jetzt auch die Verbraucherzentrale Thüringen – äußerst allergisch auf die mutige Web-Seite reagiert und den Versuch unternommen haben, kritische Meinungsäußerungen des Vereines verbieten zu lassen, haben wir unseren Verein neu gegründet und uns in die schönen Schweizer Alpen zurückgezogen“, meint der neue Vereinssprecher Urs Nägli. „Wir lassen uns hier unsere Meinung nicht verbieten“. Deshalb laufen die vielen Angriffe aus Deutschland jetzt vermutlich auch in die Leere. Dass die Verbraucherzentrale Sachsen sich daran gestört hat, dass auch sie einmal für Fehlverhalten kritisiert wird, versteht man bei dem neuen Schweizer Verein allerdings nicht so recht. Die Verbraucherzentralenschützer haben auf ihrer Web-Seite nämlich nur darauf hingewiesen, dass ihnen Hinweise auf eine mangelhafte Beratungsqualität der VZ Sachsen vorliegen, ohne dies näher zu begründen. Auf Anfrage der Verbraucherzentrale Sachsen, was sich der deutsche Verein Verbraucherzentralen-kritik dabei denke, wenn sie diesbezüglich von einer mangelhaften Beratungsqualität der Verbraucherzentrale Sachsen ausgingen, teilte der Sprecher des Deutschen Vereines Peter Müller mit, dass der Verbraucherzentralenkritik ein Hinweis darauf vorläge, dass durch einen Berater der Verbraucherzentrale Sachsen Produkte der Kapitalanlagebetrugsfirma Phoenix Kapitaldienst empfohlen worden wären. Die Phoenix Kapitaldienst GmbH hat im Jahr 2005 Insolvenz angemeldet, nachdem das Fachmagazin „Finanztest“ bereits frühzeitig vor Phoenix Anlagen gewarnt hat. Eigenen Angaben zufolge hat das Unternehmen Einzahlungen von 28.000 Kunden mit einem Gesamtvolumen von 750 Mio. € verwaltet. Im Verlauf des Verfahrens gegen die Phoenix Kapitaldienst-Manager sind die Geschäftsführerin und der Prokurist der Firma wegen des Verdachtes des Anlagebetruges festgenommen und später verurteilt worden. Die Verbraucherzentrale Sachsen möchte nach unserer Auffassung offensichtlich nicht, dass andere eine kritische Meinung über sie haben und diese auch noch öffentlichkeitswirksam verbreiten. Nach einer gepfefferten Reaktion auf die Abmahnung durch den Äußerungsrechtsexperten Rechtsanwalt Sascha Giller hat sich die Verbraucherzentrale durch ihre Anwältin Bettina Dittrich, gleichzeitig Referatsleiterin Wirtschaft, Handel und Dienstleistungen der Verbraucherzentrale Sachsen, massiv gegen die Behauptung Giller’s verwahrt, dass sie „Kritiker einfach mundtot machen wolle“. Beim Verein Verbraucherzentralenkritik meint man allerdings: Die Verbraucherzentrale versucht es trotzdem. Nicht ausschließen können wir auch, dass die Rechtsanwältin Dittrich die Verbraucherzentrale Sachsen dazu nutzt, um für ihre Anwaltskanzlei Mandate zu akquirieren. Dazu noch einmal Urs Nägli: „Wir hoffen jedenfalls, dass das nicht der Fall ist“. Zumindest ein Fall, in dem ein bekannter deutscher Anwalt nach einem Bericht von Spiegel Online über die Verbraucherzentrale scheinbar Mandanten akquiriert hat, ist dem Verein Verbraucherzentralen-kritik.ch bekannt. Für die angedrohte einstweilige Verfügung gegen den deutschen Verein ist es jetzt allerdings zu spät, meint Rechtsanwalt Giller. „Dafür“, so Giller weiter, „müssen nämlich Fristen eingehalten werden.“ Diese Frist hat die Verbraucherzentrale inzwischen ungenutzt verstreichen lassen.


Verbraucherzentralen-Kritik e.V.


Der Verein Verbraucherzentralen-Kritik e.V. sammelt kritische Informationen über die Arbeit der Verbraucherzentralen in Deutschland.

Der Verein will geschädigten Verbrauchern Wege aufzeigen, wie sie sich gegen Verbraucherzentralen, Falschberatung, Abzocke und Mandantenschaufeln durch Anwälte, die sich von den Verbraucherzentralen mit Mandanten versorgen lassen, wehren können.


Kontakt


Verbraucherzentralen-Kritik Schweiz
c/o WMTS AG
Untermüli 9
CH – 6302 Zug

Fon: 00 41/56 01 98 6
Fax: 00 41/56 01 97 2

web: www.verbraucherzentralenkritik.ch
E-Mail: info@verbraucherzentralen-kritik.ch

Verbraucherzentralenbeobachtung Schweiz | Untermüli 9 | CH - 6302 Zug | Fon: 01 63 / 23 00 30 6

web: www.verbraucherzentralenkritik.ch | E-Mail: info@verbraucherzentralenkritik.ch