Verbraucherzentrale Suhl schädigt durch schlechten Rat ca. 3.500 Phoenix-Anleger


Durch Hinweise von kritischen Verbrauchern aufmerksam geworden, hat der Deutsche Verbraucherschutzring im Mai 2009 den Test gemacht. Der Vorstand wollte wissen, was hinter dem Motto der Verbraucherzentrale Thüringen „immer gut beraten“ steht. Immerhin wirbt die Verbraucherzentrale mit „unabhängiger Beratung“ und „Information“ im Fall Phoenix. Dass es mit dieser unabhängigen Beratung und Information nicht so weit her zu sein scheint, zeigt der nachfolgende Fall: Seit 2006 warten etwa 30 000 geschädigte Anleger der Phoenix Kapitaldienst GmbH auf ihre Entschädigungen von der Entschädigungseinrichtung Deutscher Wertpapierhandelsunternehmen/Berlin .

Etwa 3.500 geschädigte Thüringer/innen ließen sich von dem Verbraucherzentralenberater Peter Müller (Name von der Redaktion geändert) in Suhl beraten. Wir meinen: Schlecht.

Und so hat der Berater Müller es verhindert, dass geschädigte Anleger ihre Ansprüche erfolgreich gegen die EdW durchsetzen: Eigenen Angaben gegenüber den DVS-Testern habe Müller etwa 3 500 Phoenix-Anleger beraten. Sein „Beratungsgespräch“ hat er gegenüber den DVS-Testern mindestens in einem nachweisbaren Fall so aufgebaut, dass er den Deutschen Verbraucherschutzring und die Rechtsanwälte, die mit ihm zusammenarbeiten diskreditiert, ihnen strafbare Handlungen unterstellt hat. Er selbst sei dem gegenüber der „beste“, wenn es um eine qualifizierte Verbraucherberatung in Sachen Phoenix Kapitaldienst gehe. Müller wörtlich: „Wenn Sie irgend jemand suchen, der sich mit Phoenix auskennt von Seiten der Verbraucherzentrale, dann haben Sie den heute“. Er selbst, so Müller, sei nicht nur der beste, sondern vor allem aber „kenntnisreichste“ Berater. Und zwar, obwohl die Anlegeranwälte, die er meint, massenweise Verfahren gegen die EdW führen und im Gegensatz zu Anwälten, die für die Verbraucherzentrale als Berater arbeiten, auch in I. und II. Instanz gewonnen haben.

Lesen Sie hier, was die Financial Times Deutschland über die Urteile, die die Anlegeranwälte gegen die EdW gewonnen haben, schreibt.

Sehen Sie hier die Interviews mit Rechtsanwalt Matthias Kilian/Jena zu den erstrittenen Urteilen.

Wir meinen: Die Verbraucherzentrale Thüringen hat viele ihrer geschädigten Phoenix Kapitalanlagekunden falsch beraten. Die Verbraucherzentrale Thüringen sieht das anders. Lesen Sie hier mehr …
Wir hoffen, dass es nicht noch mehr werden. Das Verhalten des selbst ernannten Experten Müller muss sie sich zurechnen lassen. Durch seine Beratung haben sich nach Einschätzung von Fachleuten mehrere tausend Phoenix-Anleger von dem Anwalt ihres Vertrauens abgewendet, haben das Vertrauen verloren. Wir vermuten, er hat ihnen dasselbe mit auf den Weg gegeben, wie den DVS-Testern. Hier noch einmal „Hartmut Müller“:

„Aber Geld wieder bekommen haben die Anleger aufgrund der Tätigkeit der Anwälte noch nicht, weder von Phoenix, noch von den Breitkreuzen, noch von dem Puckler, dem Wirtschaftsprüfer, da ist die Geschichte auch geplatzt, noch von den Londonern, da gibt es nämlich kein Geld, noch vom Staat, noch von gar nix. Woher soll die Kohle jetzt kommen?“

Die Einschätzung von Berater „Müller“ war falsch. Durch seinen Rat müssen viele Anleger, die auf die Kompetenz der Verbraucherzentrale Thüringen vertraut haben, noch heute auf ihr Geld warten. Wir finden das beschämend und meinen, die Verbraucherzentrale Thüringen sollte langsam anfangen, bei sich auszumisten. Anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen.

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